The Bounty

Um es gleich vorweg zu nehmen:

Ja, wir haben sie betaucht!!!

Am 16. Februar des Jahres 2006 stiegen meine Buddies Kurt, Hagen, Peter unser Zodiac-Fahrer und ich in eines unserer Schlauchboote und wir begaben uns mit der Absicht, die Überreste der weltbekannten "H.M.R.S. Bounty" zu betauchen an die besagte Stelle vor die Hafeneinfahrt von Pitcairn Island, welche uns vorher der Bürgermeister der Insel, einer der direkten Nachfolger von Fletcher Christian, genannt und gezeigt hatte. Der Schwell war heftig und die See rau. Und unter normalen Umständen wären wir nie hier ins Wasser gegangen. Aber wir haben dieses Vorhaben schon einmal vor ca. 2 Jahren verschoben wegen den schlechten Wetters. Diesmal müsste es sein, da es keinen neuen Versuch geben sollte.

Nach dem vorher stattgefundenen Briefing waren wir uns einig, wir müssen sofort abtauchen und uns am Grund sammeln. Dies sollte aber schwieriger sein, als gedacht. Denn die Tiefe betrug maximal 7 Meter, meist aber ca. 4 Meter! Der Schwell ließ nicht von uns und wir schossen von einer Richtung in die andere. Irgendwann hatten wir uns dann aber gesammelt und alles ging blitzschnell. Wir bewegten uns Richtung Ufer. Da wurde ich von einer Strömung gefasst, die mich blitzschnell nach vorne rasen ließ - direkt auf die Felsen zu. Ich glaube, ich dachte "na super, und das war's dann jetzt?!" Aber kurz bevor ich die Felsen knutschte, ergriff mich eine weitere Strömung und zog mich vor den Felsen links weg. Schwein gehabt...

Ich schaute mich nach meinen Buddies um. Aber die waren auch total beschäftigt. Denn Hagen, unser Kapitän, hatte inzwischen das Ziel unseres Begehrs gefunden! Die Überreste der "Bounty". Na ja, irgendwie war ich schon am Anfang enttäuscht, denn da war nicht all zuviel übrig von. Aber wenn mal richtig drüber nachdenkt, was so denn auch von einem Holzschiff nach 210 Jahren in salziger rauer Brandung übrig sein? Zumal die damaligen Meuterer das Schiff auf die Klippen laufen ließen und es anzündeten.

Aber wir drei waren happy, nahmen unsere neuen "Royal Navy Tauchermesser" und klopften damit auf den gefundenen Trägerresten herum, um die Geister zu wecken und ihnen zu sagen, dass wir da waren.


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Leider sind die Aufnahmen nicht so toll geworden


Dann ging's schnell nach oben und wir ließen uns von unserem Zodiac an eine andere Stelle bringen, wo es bedeutend ruhiger war, um noch in aller Ruhe auszutauchen. Und diesmal haben wir eine Ausnahme gemacht und haben etwas von unten mitgebracht (man möge uns verzeihen) - etwas Sand von der letzten Ruhestätte der "H.M.R.S. Bounty"! Mit dem Sand gestalteten wir eine so genannte "Schatzkarte", welche Hagen, unser Kapitän, dann zum Farewell-Abend der Kreuzfahrt an Bord versteigerte - für 18.000 Euro zugunsten der Karlheinz Böhm-Stiftung "Menschen für Menschen"!!!

Dieser Tauchgang, auch wenn er weder lang noch tief war, war einer der Aufregendsten. Denn wer kann schon sagen, er habe die "Bounty" betaucht. Außer Kurt, Hagen und mir...???


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